Logo Hundeschule Running Dogs
Startseite Über uns Trainingszeiten Hundearbeit Neuigkeiten Referenzen Galerie Kontakt
     
 

THORA !

Ich wurde am 18. Januar 2006 in einem Tierheim in Griechenland geboren, bin nun in drei Monaten also bereits 4 Jahre alt.

Meine Mama war eine belgische Grönendael-Schäferhündin.
Frauchen sagt immer, dass Papa vermutlich ein Windhund war, weil er einfach auf und davon ist, niemand weiß was von ihm.
Ich selber glaube eher, dass Papa ein Seehund war, weil ich das Wasser so liebe.

Im Alter von vier Monaten setzte man mich in eine sogenannte Box und fuhr mich zum Flughafen. Dort kam ich dann in ein Flugzeug. Hatte ich eine Angst sag ich Euch!

Ich war zum ersten Mal in meinem Leben ganz alleine. Rundherum ein Riesenlärm: Fußgetrampel, laute Männerstimmen, Flugzeugturbinen, kalter Laderaum, dann die Landung mit all ihren Geräuschen, und das gleiche wieder von vorne bis hin zur Gepäckausgabe, wo mich dann endlich freundliche Menschen begrüßten und mit zu sich in ihr etwas einsam gelegenes Haus nahmen.
Dort lebte ich die nächsten vier Wochen bei meiner Pflegefamilie, bis dann auf einmal öfter andere Menschen kamen, die sich intensiv mit mir befassten. Ich verkroch mich dann irgendwo, wenn mir wieder mal johlend Kinder hinterherliefen.
Meine Pflegefamilie hatte äußerst strenge Kriterien, nach denen sie Adoptiveltern für mich aussuchten: Und so stand auf einmal mein heutiges Herrchen vor mir. Er ging in die Hocke und redete leise mit mir. Ich wurde neugierig und ging vorsichtig auf ihn zu.
Meine Pflegefamilie war begeistert, das war das erste Mal – sagten sie – dass ich auf einen Fremden zuging. Nach einem dreistündigen Test wurde Herrchen für gut befunden und ich durfte mit ihm in meine neue Heimat nach Bayern fahren.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in meinem neuen Heim fing ich dann an, alles zu erkunden:
Vor allem testete ich mein Hundebett, ob es reißfest war. Nein, keine gute Qualität ! Meine Zähnchen waren stärker.
Die nächsten Versuche: Hundespielsachen, Kissen, Auflagen für Gartenmöbel und als Krönung die neue Terrassenmarkise . die noch am Boden lag und erst noch montiert werden sollte.
Ich produzierte herrliche Fetzen – es war viel Arbeit in dem neuen Heim – für so einen kleinen Hund und ich musste alles alleine erledigen, obwohl noch eine Hündin in dieser Familie lebte.
Ich war auch für die Gartenarbeit zuständig: Frauchen pflanzte Frühjahrsblumen ohne Absprache mit mir ein. Es kam, wie es kommen musste, es entsprach nicht meinem Geschmack und ich buddelte alles wieder aus.

Nun und dann kamen zwei kleine Mädchen zu Besuch: Die hatten Angst vor mir und ich hatte Angst vor Ihnen. Ich habe gleich mal richtig gebellt, damit sie es nicht merken.
Die Folge war, dass die Kinder zu Hause ihrer Mama und ihrem Papa erzählten: „Die Thora mag uns nicht“!
Nun hatten auch Mama und Papa Angst !

Frauchen und Herrchen überlegten, wie sie das Problem in den Griff bekommen könnten.
Da fiel dann das entscheidende Wort: Hundeschule !

Die erste Hundeschule gefiel uns nicht. Nach der zweiten Stunden brachen wir ab. War ich froh.

Die zweite Hundeschule, da sind wir heute noch, nach gut drei Jahren.
Mein Interesse am Garten habe ich verloren, auch meine Freude an irgendwelchen Fetzen.
Früher jagte ich Busse, Züge, Radfahrer, Autos, Spaziergänger – heute gehe ich mit Frauchen zum Apportieren.

Aber das war ein längerer Weg:
Da musste Silvia mit Rat und Tat beistehen, mit Hausbesuch , mit Halti.
Den besten Erfolg (Frauchens Meinung nicht meine ) hatten wir dann allerdings mit einem Sprüh-Halsband mit einem ekligen Zitronella-Duft. Immer wenn Frauchen „Aus“ rief, da sprühte etwas mit einem Zischgeräusch rund um meinen Kopf. Auch mit kopfschütteln konnte ich mich nicht davon befreien. Es verfolgte mich geradezu.

Auch bei meiner Angst vor lauten Geräuschen (Flugreise) haben wir schon gute Erfolge erzielt. Und auch das konnten wir am Hundeplatz trefflich trainieren, da im Nachbargrundstück eine Firma ansässig ist, die oft während des Trainings Blech –und sonstige metallische Geräusche bzw. sogar Lärm verursacht.

Und dann bin ich heute auch so etwas wie eine „Erzieherin“ bei den Jungspunden am Platz. Gemeinsam üben wir im Spiel: Laufen, jagen, beissen bzw. Beißhemmung trainieren usw. , Silvia kann das besser erklären, fragt doch sie mal !

 

Wau
Thora




   
             

Impressum

Sitemap         © 2008 by Running Dogs